Patientendaten DSGVO-konform sichern: 3-2-1-Strategie, Cloud-Backup mit deutschem Rechenzentrum, jährlicher Wiederherstellungstest. Für Praxen in Nordhausen, Sondershausen, Bleicherode und im Eichsfeld.
Die meisten Praxen, die wir übernehmen, haben irgendeine externe Festplatte unter dem Tisch und glauben, das sei eine Sicherung. Es ist keine. Wenn die Festplatte am Empfang stirbt oder ein Verschlüsselungstrojaner die Patientendaten ins Nirwana schickt, entscheidet eine Sache: ob Ihr Backup wirklich läuft — und ob es sich auch zurückspielen lässt.
Eine Arztpraxis verarbeitet sensible Patientendaten. Geht das Praxisverwaltungssystem verloren, geht der Betrieb verloren — Termine, Abrechnung, Anamnese, Befunde, Bilddaten aus Sonografie oder Röntgen. Ein Datenverlust ist hier nicht ärgerlich, er ist existenzbedrohend.
Hinzu kommt die rechtliche Seite. Nach Artikel 32 der DSGVO sind Sie verpflichtet, technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen, die die Verfügbarkeit Ihrer Daten sicherstellen. Wer nach einem Vorfall nicht nachweisen kann, dass er sich ernsthaft um Backups gekümmert hat, hat ein Problem mit der Aufsichtsbehörde — und mit der eigenen Schweigepflicht.
Die IT-Sicherheitsrichtlinie der KBV ist seit 2021 verbindlich und wird regelmäßig nachgeschärft. Wer nach einem Vorfall nicht liefern kann, hat ein Haftungsproblem.
Drei Kopien, zwei Medien, eine außerhalb der Praxis. Klingt einfach — in der Umsetzung steckt der Unterschied.
Mindestens drei vollständige Kopien — damit ein einzelner Ausfall, eine beschädigte Datei oder eine Ransomware-Attacke nie alle Versionen gleichzeitig trifft.
Zwei unterschiedliche Speichermedien — weil Festplatten-Controller ganze Platten mitnehmen können und NAS-Geräte denselben Netzanschluss wie der Server teilen.
Mindestens eine Kopie räumlich getrennt — weil Wasserschaden, Brand oder Einbruch lokale Sicherung und Server gleichzeitig vernichten. Cloud-Backup erfüllt das automatisch.
Weder das eine noch das andere allein reicht. Die Kombination macht das Backup belastbar — gegen Ransomware, Hardwareausfall und Katastrophenschäden.
Netzwerkspeicher im abschließbaren Schrank der Praxis
Verschlüsselte Sicherung in EU-zertifiziertem Rechenzentrum
Wir nutzen Cloud-Lösungen mit Standort Deutschland und nachweisbarer DSGVO-Konformität — TeamDrive und vergleichbare Anbieter. Datenhoheit bleibt in der EU, Schlüssel bei Ihnen.
Verschlüsselungstrojaner sind das Hauptrisiko für Praxen geworden. Der typische Verlauf: Eine Mitarbeiterin öffnet eine Rechnung, die keine ist — die Schadsoftware verschlüsselt erst den Arbeitsplatz, dann den Server, am Ende auch alle erreichbaren Netzlaufwerke und angeschlossenen Datenträger.
Moderne Angreifer verschlüsseln gezielt auch verbundene Backup-Festplatten. Wer sein NAS als normales Netzlaufwerk eingebunden hat, verliert es genauso wie den Server.
Ein gutes Backup-System ist vom Praxisnetz logisch getrennt — über ein Cloud-Backup, auf das die Workstations keinen Schreibzugriff haben, oder über NAS-Snapshots die nicht überschrieben werden können. Wer beides kombiniert, hat im Angriffsfall echte Optionen.
Ohne Schönrechnerei: Wenn das Backup nicht getrennt ist, bezahlen Sie im Zweifelsfall das Lösegeld oder fangen bei Null an. Beides will keine Praxis erleben.
Manuelle Sicherungen sehen wir kritisch: Was Menschen tun müssen, vergessen Menschen. Eine automatisierte Lösung mit Monitoring meldet sich, wenn ein Job fehlschlägt.
Auf dem lokalen NAS während der Sprechzeiten. Maximaler Datenverlust im Ernstfall: ein bis zwei Stunden — nicht ein ganzer Tag.
Lokal · NASAutomatisiert am Abend nach Praxisschluss. Geht ins Cloud-Backup, läuft unbeaufsichtigt, meldet sich nur wenn etwas schiefläuft.
Cloud · AutomatischPflicht — nicht Kür. Wir spielen einen definierten Datenstand zurück und prüfen, ob das PVS damit startet. Dokumentiert für KBV und DSGVO.
Pflicht · DokumentiertDas wird oft übersehen: Eine Sicherung, die man nie zurückgespielt hat, ist nur eine Hoffnung. Wir machen mit jeder Praxis, die wir betreuen, mindestens einmal jährlich einen Wiederherstellungstest. Wir nehmen einen definierten Datenstand, spielen ihn auf einem Testsystem zurück und prüfen, ob das Praxisverwaltungssystem damit wieder startet.
Typische Befunde beim ersten Test: Die Sicherung ist unvollständig. Die Datenbank fehlt. Die Verschlüsselung ist so abgesichert, dass keiner mehr an den Schlüssel kommt. Das Backup läuft seit Wochen mit Fehlern, aber niemand hat geschaut.
Genau dafür macht man den Test. Nicht im Ernstfall, sondern jetzt. Danach wissen Sie, ob Ihre Datensicherung echt ist — und können das der KBV auf Nachfrage schriftlich nachweisen.
Wir bauen kein Setup von der Stange, sondern das, was Ihre Praxisgröße tatsächlich braucht — nicht mehr und nicht weniger.
Eine Psychotherapie-Praxis oder Hausarztpraxis mit einem bis drei Arbeitsplätzen hat überschaubare Datenmengen. Das volle Setup mit dediziertem Praxisserver und großem NAS ist dort oft überdimensioniert.
Facharztpraxen mit Sonografie, Röntgen oder CT erzeugen Datenmengen, die eine eigene Backup-Strategie brauchen. Hier kommt ein Rollen- und Rechtekonzept dazu.
Die Telematikinfrastruktur und der Konnektor sind für die Datensicherung kein eigenes Backup-Ziel — aber sie sind Teil Ihrer IT-Umgebung. Konfigurationen, Karten-PINs, KIM-Postfach-Einstellungen: all das gehört dokumentiert und gesichert.
Sonst stehen Sie nach einem Hardware-Tausch tagelang ohne TI-Anbindung da — und können weder eRezepte noch eAU versenden.
Wir betreuen TI und Backup aus einer Hand — weil das im Ernstfall die Wiederanlaufzeit halbiert, und weil nicht zwei Dienstleister mit dem Finger aufeinander zeigen sollen, wenn etwas nicht funktioniert.
Im Vergleich zu den Folgen eines Datenverlustes — Praxisstillstand, Meldepflichten, rechtliche Konsequenzen — ist das eine vergleichsweise kleine Investition.
Wir schauen uns Ihre aktuelle Datensicherung an und sagen Ihnen ehrlich, ob sie DSGVO-konform ist und ob sie im Ernstfall funktioniert. Eine Stunde — keine Rechnung.